AppLauf

Lassen sich Herzkreislauf-Notfälle vorhersagen? Welche Parameter sind erforderlich um einen harmlosen kardiologischen Zwischenfall von einem lebensbedrohlichen zu unterscheiden? Können Algorithmen diese Unterscheidung lernen?

Mehr als 17% der jährlichen Todesfälle haben eine kardio-vaskuläre Ursache. Die Wahrscheinlichkeit einen Herzkreislauf-Notfall zu überleben liegen bei über 60%, dennoch bleiben 25-40% der Herz-Kreislauf-Patienten so traumatisiert, dass viele sportliche und gesundheitsfördernde Aktivitäten außerhalb der gewohnten häuslichen Umgebung nur noch in Begleitung durchgeführt werden. Ohne Begleitung nimmt die Bereitschaft zu diesen Aktivitäten stetig ab.

Ein wesentlicher Risikofaktor liegt jedoch in der körperlichen Inaktivität der Betroffenen (G.C. Schuler, 2013).

AppLauf ist ein Multikomponenten-Ansatz zum Monitoring von KHK-Patienten oder Herz-Kreislauf-Risikopersonen. In enger Zusammenarbeit mit der Spacebit GmbH wird eine Technologie für die körpernahe präzise Abnahme medizinisch wichtiger Daten entwickelt. Die Daten werden mittels Smartphone APP an einen Server versendet.

Die Prädiktion wird durch die Erstellung geeigneter Modelle und statistischer Verfahren ermöglicht und durch bereits bestehende und geeignete Prognoseverfahren unterstützt. In Zusammenarbeit mit Kardiologen werden die Daten der unterschiedlichen Risikogruppen, „optimiert“, um für die individuellen Erkrankungsschweregrade und Begleiterscheinungen die richtigen Auswertungsgrundlagen zu erstellen. Da es für das appLauf Verfahren noch keine Vergleichsmodelle gibt, wird hier in der Kardiologie Neuland betreten.

Die Kardiologie des Jüdischen Krankenhauses Berlin (JKB) liefert für die Entwicklung der Algorithmen und die Findung adäquater statistischer Modelle für die Prädiktion den medizinischen Input.

Für weitergehende Informationen nehmen Sie doch Kontakt mit uns auf.

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